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Stärke in der Krise gezeigt

5% Dividende für unsere Mitglieder

Im Geschäft mit Kundengeldern hätte es gern etwas mehr sein dürfen. Doch entscheidend für eine Bank ist, was unter dem Strich dabei herauskommt. Und das war bei der Volksbank Lübbecker Land 2009 am Ende mehr als erwartet. Die beiden Volksbank-Vorstände Hartmut Jacob (2.v.li.)und Bernhard Plohr (r.) präsentierten sich unseren Vertretern auf der jährlichen Versammlung in der Lübbecker Stadthalle denn auch insgesamt zufrieden mit Verlauf und Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres.

 

Warum wir damit das schwierige Branchenjahr 2009 besser gemeistert haben als viele große und namhafte Finanzunternehmen – diese Frage wurde am Ende der Versammlung von unserem Gastreferenten, Professor Dr. Max Otte (2.v.r.), beantwortet. Der Wirtschaftsprofessor sprach über Finanz- und Eurokrise und die daraus abzuleitenden Strategien für das eigene Vermögen. Seine Eingangsbotschaft an die Volksbank-Vertreter/innen: Gäbe es nur Genossenschaftsbanken und andere regionale Kreditinstitute auf der Welt – die Finanzkrise hätte es nie gegeben.

So mussten aber auch wir mit Folgen und Auswirkungen der jüngsten Krise zurechtkommen, was uns mit Blick auf das Ergebnis ganz gut gelungen ist. Insgesamt 2,082 Millionen Euro und damit etwas mehr als 2008 können wir als Jahresüberschuss ausgeweisen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass aus den Erträgen bereits vorab eine Million Euro in die Gründung unserer eigenen Stiftung geflossen sind.

Nach weiteren Vorab-Einstellungen in die Rücklagen betrug der ausgewiesene Bilanzgewinn 1,282 Millionen Euro. Durch einen einstimmigen Beschluss der Vertreterversammlung, geleitet von unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Ludwig Wiegmann ( l.), erhalten unsere 25.362 Mitglieder daraus als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 5,0 Prozent.

Einig zeigte sich das „Bankparlament“ auch bei den weiteren satzungsmäßig anstehenden Beschlüssen zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die beiden turnusmäßig ausgeschiedenen Mitglieder Manfred Langhorst (Espelkamp) und Reinhard Schlechte (Stemwede) einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Weil er sich beruflich als Hotellier auf der Insel Rügen niederlassen will, ist Robert Müller aus Rahden nach zehnjährigem Engagement auf eigenen Wunsch aus dem Kontrollgremium ausgeschieden. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung den 40-jährigen Harald Röhling aus Rahden, Geschäftsführender Gesellschafter der Sielhorster Firma Schuster GmbH.

Wie soll man angesichts der nach wie vor unsicheren Finanzmärkte sein Vermögen am besten anlegen? Auf diese Frage erhofften sich Vorstand, Bankmitarbeiter, Vertreter und Gäste der Versammlung eine Antwort von Professor Otte. Empfehlung des Experten: Bloß keinem Anlagetipp aus den Medien vertrauen! Stattdessen lieber selbst genau hinschauen und beispielsweise die Papiere von familiengeführten und börsennotierten deutschen Mittelständlern im Auge behalten.

 

Mit Blumen und Urkunde wurde Robert Müller nach zehnjährigem Engagement im Aufsichtsrat der Volksbank Lübbecker Land verabschiedet. Das Foto zeigt ihn mit (v.l.) seinem Amtsnachfolger Harald Röhling, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ludwig Wiegmann, Vorstand Hartmut Jacob, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Christian Lücker, Aufsichtsrat Reinhard Schlechte (wiedergewählt), Vorstand Bernhard Plohr und die beiden Aufsichtsräte Hans Schnepel und Manfred Langhorst (wiedergewählt). 

Fotos: Stephan